Politik

1986 habe ich nach einer Indienreise das erste Mal Kontakt zu den Grünen aufgenommen. Ich wurde bald sachkundiger Bürger im Kulturausschuß des Rheinisch-Bergischen Kreises (1 grüner Sitz), Vertreter im Kulturausschuß der Stadt Bergisch Gladbach und arbeitete dort im grünen Arbeitskreis Kultur (AKKU) mit. Im Kreis stellte ich einige Anfragen und Anträge, unter anderem den auf eine Ausstellung "die Geschichte der Coladose", die von der damaligen Kreiskulturreferentin unter Rücksprache mit der Aluminiumindustrie verweigert wurde. Ich richtete mich auch immer gegen die alleinige Subventionierung des Bergischen Heimatkalenders, dessen Auflage zu etwa einem Drittel vom Kreis vorab aufgekauft und dann den EntlaßschülerInnen der weiterführenden Schulen übergeben wurde. Ich kämpfte bis zuletzt für die Erhaltung von Haushaltsmitteln für die kleine und große Denkmalpflege, die den InhaberInnen denkmalgeschützter Häuser bei Renovierungsmaßnahmen etc. finanziell unter die Arme greifen. Generell setzte ich mich mit dem Arbeitskreis Kultur für freie kulturschaffende Gruppen und die sogenannte Kultur von unten ein, denn die etablierte Kultur findet oft auch anderswo ihre Unterstützung.

1989 wurde ich Kreistagsabgeordneter und trat aus diesem Grund auch in die Partei ein. Neben der Kultur beschäftigte ich mich immer stärker mit Migrationspolitik, leitete Zusammenkünfte in einer Notunterkunft in Berg. Gladbach-Gronau (Ferdinandstr.) und finanzierte einer heute noch hier lebenden Romafamilie ihren Prozeß aus meinen Spendengeldern. Ich trat auch dem "Verein für die humanitäre Behandlung von Ausländern" als Vorstandsmitglied bei, der eine Zeitlang in der Bergisch Gladbacher Ausländerpolitik eine wichtige und von der Verwaltung oft gefürchtete Rolle spielte. Ich stellte im Kreistag Anträge auf Bleiberecht für eine Wermelskirchener Romafamilie und auf Mitfinanzierung des Essens nach den Kreistagssitzungen durch die Abgeordneten, beides ohne Erfolg.

1992 wurde ich Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, das bedeutete für mich erstmals Sitzungsleitung, Zusammenarbeit mit dem Leiter des Rechnungs-prüfungsamtes und Halten der Entlastungsrede für die Verwaltung im Kreistag. In meiner ersten Rede wollte ich den Bericht über die Rechnungsprüfung wieder "zur Schelte für die Verwaltung" machen, in meiner zweiten sprach ich "fast vom Offenbarungseid", wegen unerwartet hoher Defizite im Asylbewerberleistungswesen in Stadt und Kreis. Die Kreisverwaltung führte dann im Auftrag des Rechnungsprüfungsausschusses das "haushaltscontrolling" ein.

1994 wurde ich zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt und Ende des Jahres Vorsitzender des Sport- und Kulturausschusses, der in dieser Periode erstmals zusammengelegt worden war. Dies beinhaltete auch die Einladung zu den Vorstandssitzungen des Kreissportbundes, die Teilnahme an Ehrungen (z.B. Verleihung der Jugendbetreuermedaille) und diverse Reden bzw. Grußworte bei sportpolitischen Ereignissen. Im Kulturbereich unterstützten wir Grüne (mittlerweile 2 Ausschußsitze) die Arbeit des Kreisarchivars und das Forum Ost & West, den Arbeitsschwerpunkt der neuen Kreiskulturreferentin, eine hochkarätige Darbietung verschiedenster künstlerischer Ausdrucksformen und ein echter Brückenschlag zwischen Deutschen und Polen.

Ich bin seit 1989 Mitglied in der Zweckverbandsversammlung der Kreissparkasse Köln. Mein wichtigster Antrag war der auf Mitfinanzierung von Schuldnerberatungsstellen durch die Kreissparkasse, die später durch die Fondslösung der beiden Sparkassenverbände in NRW (für vorerst 3 Jahre) sichergestellt wurde.

1996 bis 1999 hatte ich eine Teilzeitstelle bei der grünen Fraktion in der Landschaftsversammlung Rheinland im Bereich Beteiligungen inne. Mir unterlag in erster Linie die Betreuung des "Sparkassenseminars", eines losen Zusammenschlusses von grünen Mitgliedern von Verwaltungsräten oder Zweckverbandsversammlungen von Sparkassen im Bereich des Rheinischen Giro- und Sparkassenverbandes (RSGV). Seit dem schlechten Abschneiden der Grünen bei der Kommunalwahl 1999 betreue ich diesen Kreis ehrenamtlich weiter.

1997 wurde ich zum Fraktionsvorsitzenden der Kreistagsfraktion gewählt, ich suchte dann stärkeren Kontakt zur SPD (und zur CDU), um die Grünen auch im Kreis zum Gesprächspartner zu machen. Beim Verkauf der RWE-Aktien gelang es unserer Kreistagsfraktion, 500.000 DM auf 10 Jahre (also 5 Mio DM) für die Verbesserung des ÖPNV in den Kommunen herauszuschlagen. Wir kritisierten massiv die Einrichtung eines neuen Fachbereiches in der Kreisverwaltung (Beteiligungen, Beschäftigungsförderung), übten konstruktive Kritik an der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (RBW) und den von Kreisverwaltung und Politik favorisierten Beschäftigungsförderungsmaßnahmen (u.a. der Beauftragung von Maatwerk), die sich allesamt als großer Flop herausstellten.

Im Januar 1999 wurde ich zum grünen Kandidaten für die Wahl zum hauptamtlichen Landrat gewählt und erzielte mit 7,24 % der abgegebenen Stimmen ein achtbares Ergebnis. Im Februar wurde ich als Kassierer Vorstandsmitglied des neu gegründeten Bezirksverbandes Mittelrhein (Zusammenschluß 11 grüner Kreisverbände im Regierungsbezirk Köln), damit vollzog sich für mich der Einstieg in die Regionalpolitik.

Im Februar 2000 erfolgte meine Wahl zum Landtagskandidaten für den Wahlkreis Rheinisch-Bergischer Kreis II (den sogenannten Bananenwahlkreis, ohne Berg. Gladbach, Burscheid und Leichlingen); mein Ergebnis lag im Durchschnitt der landesweiten Verluste. Wegen des fehlenden Verhandlungserfolgs der Grünen im Bereich des Nachtflugverbots am Flughafen Köln/Bonn u.a. habe ich mich gegen eine rot-grüne Regierungskoalition in Nordrhein-Westfalen ausgesprochen.
Im Juni 2001 wurde ich als Kassierer des grünen Bezirksverbands Mittelrhein wieder gewählt.

2002 Zum 1.10. als Fraktionsvorsitzender der grünen Kreistagsfraktion zugunsten meiner Familie zurückgetreten. Habe alle politischen Aktivitäten auf Landesebene eingestellt. Bleibe stellvertetender Fraktionsvorsitzender und Mitglied im Wirtschaftsförderungs-, im Finanz- und im Rechnungsprüfungsausschuss.

2003 Bei der Neuwahl des Bezirksvorstands im Mai nicht mehr als Vorstandsmitglied und Kassierer des Bezirksverbands angetreten.

2004 Kandidatur für den Landrat im Rheinisch-Bergischen Kreis. [Bewerbung und Abstimmungsergebnis der Mitgliederversammlung hier.]
Die Landratswahl habe ich mit 11,3% der abgegebenen Stimmen absolviert, 4,1 % mehr als bei der letzten Wahl vor 5 Jahren. Seit Mitte Oktober bin ich (4.) stellvertretender Landrat.

2005 Diverse Auftritte als stellvertretender Landrat, u. a. Eröffnung
Mit Afrika in der Diepeschrather Mühle (mit Bürgermeister Orth). Eröffnung von zwei Ausstellungen im Kreishaus und intern die Ausstellungseröffnung "Tiefschwarz" von Dieter Jansen im Grünen Treff, Paffrather Str. 84

2006 Am 13.Mai Vernissage meiner eigenen Ausstellung, Tonfiguren und Bilder mit Ölkreide, im Grünen Treff, Paffrather Str. 84. Die Bilder der Vernissage finden Sie hier.

Im August sucht mich ein kleiner Schlaganfall heim, um die Jahreswende beschließe ich nach dem Besuch eines HNO-Arztes, mein Kreistagsmandat auslaufen zu lassen.

2007 Am 27.4. Ausstellungseröffnung von Babeth Grünschläger (Bilder) und Gisela Osenberg (Köpfe) im Grünen Treff. Ich habe die Geschichte "Pennellino" aus dem Buch von Robert Gernhardt "Denken wir uns" vorgelesen.

(Foto von Herrn Grünschläger)

Am 31. Mai Grußwort anlässlich der Verleihung des Rheinlandtalers an Frau Wicze Braun und Herrn Wolfgang Brudes in der Spinnerei Braun und Brudes in Leichlingen.

2008 Im Juni habe ich den stellvertretenden Fraktionsvorsitz der Kreistagsfraktion an meinen Nachfolger Roland Rickes aus Bergisch Gladbach abgegeben.

Am 5. Oktober Eröffnung der Fotoausstellung "Gesichter der Ewigkeit" von Joachim Kraus.

2009 Ich habe mich weder auf die Reserveliste des Kreises noch auf die Liste von Bergisch Gladbach setzen lassen. Am 21. Oktober endet meine Amtszeit als stellvertetender Landrat und als Kreistagsabgeordneter.

Seitdem bin ich sachkundiger Bürger der Kreistagsfraktion und stellvertretendes Mitglied im Finanzausschuss des Kreises. Die Fraktion und der Kreistag entsenden mich außerdem ab 2010 in den Verwaltungsrat der Kreissparkasse Köln.

2010 Am 15.1. war die Eröffnung meiner Fotoausstellung "Zentralindien, Delhi, Agra und Rajasthan" im Grünen Treff. Die Bilder der Vernissage sind hier zu finden.

2011 Seit Juni bin ich auch im Hauptausschuss der Kreissparkasse Köln vertreten.


Zu den Internet-Seiten von Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Rhein-Berg.